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Keynote
E-Learning in den Geistes- und Sozialwissenschaften - Szenarien, Chancen und Trends
(Claudia Bremer / Goethe-Universität Frankfurt am Main)

 

Der Beitrag gibt einen Überblick über E-Learning-Szenarien in den Geistes- und Sozialwissenschaften und zeigt anhand von Beispielen mögliche Mehrwerte und Umsetzungskonzepte auf. Dabei werden nicht nur Mehrwerte für die Gestaltung der Lehrveranstaltungen, sondern auch erforderliche Kompetenzen, Betreuungsaufwände und Herausforderungen thematisiert. Abschließend werden aktuelle Trends und Entwicklung aufgezeigt und anhand von Beispielen auch kritisch betrachtet.

 


Praxisbeispiel
Wege zum Kurs "Grundbegriffe der Textlinguistik"
(Maria Aleff / Julius-Maximilians-Universität Würzburg)

 

Der vhb-Kurs „Grundbegriffe der Textlinguistik“ ist ein neu konzipierter Onlinekurs im Bereich der Geisteswissenschaften an der Universität Würzburg. Er ist erstmalig im Wintersemester 16/17 angelaufen.

Der Kurs führt in die Grundbegriffe und Methoden der Textlinguistik ein und besteht inhaltlich aus einer Einführungswoche und acht einzelnen, aufeinander aufbauenden Modulen, die regulär alle zwei Wochen freigeschaltet werden. Die Module enthalten jeweils virtuelle Lektionen, Übungsaufgaben, Texte und Videomaterial.

Mithilfe der virtuellen Lektionen wird der neue Stoff anhand vieler Textbeispiele anschaulich dargestellt und vermittelt. Videos, Grafiken, Quizfragen und Übungsaufgaben helfen zusätzlich dabei, das Gelesene zu üben und zu vertiefen. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf viele Beispiele und Einblicke in angrenzende Forschungsbereiche sowie weiterführende Konzepte gelegt.

Jedes Modul steht den Studierenden darüber hinaus als Druckversion zur Verfügung und enthält jeweils einen eigenen Aufgabenkomplex als Prüfungsleistung im Umfang von zwei bis vier Aufgaben zur nachträglichen Bearbeitung. Darüber hinaus wird jedes Modul von zusätzlicher Literatur begleitet, was der theoretischen Vor- und Nachbereitung und der kritischen Reflexion der behandelten Themen dienen soll.

Um die Mitarbeit der Studierenden zu fördern und die Motivation zu stärken, wurde zu Beginn der Veranstaltung eine virtuelle Vorstellungsrunde eingeführt. Zudem gibt es ein Studierendenforum, das zum generellen Austausch unter allen Teilnehmenden dient und die Kommunikation mit den E-Learning-Betreuenden unterstützt.

 


Praxisbeispiel
Sozialwissenschaftliche Methodenlehre - umgesetzt mit Konzeptvideos, Zusatz-Content und einem einfachen tutoriellen System
(Prof. Dr. Maximilian Sailer / Hanna Maly-Motta / Universität Augsburg)

 

Das Lehrangebot gliedert sich entlang zentraler Theorien und Konzepte der Forschungsmethodik empirischer Sozial- und Bildungsforschung. Es stellt ein modularisiertes und studiengangsübergreifendes Konzept dar, das jeweils einzeln abrufbare Lernapplikationen je Themenschwerpunkt bereitstellt. Größtmögliche Freiheitsgrade hinsichtlich der Auswahl, Nutzung und Kombination dieser Lernapplikationen ist hierbei angestrebt worden.

Der Kurs bietet für die unterschiedlichen Phasen empirischen Forschens (Planung, Durchführung und Auswertung) hilfreiche wissenschaftliche, aber auch anwendungsorientierte Themenbausteine, die gleichzeitig die Bedeutung von Forschung im sozialwissenschaftlichen Kontext greifbar machen. Mehrere Lernmaterialien sollen die Vielschichtigkeit eines Themenbausteins verdeutlichen. Zentral ist ein Lernvideo (Konzeptvideo), welches das theoretische Konzept eines Lerninhalts präsentiert und zusammenfasst. Dieses Lernvideo ist unterteilt in einzelne Kapitel und enthält zudem mehrere Annotationen, die Begriffe, Konzepte oder Definitionen zusätzlich erklären. Die Folien, die im Lernvideo verwendet werden, stehen der Nutzerin/dem Nutzer ebenfalls zur Verfügung. Zudem ist ein Begleittext vorhanden, der das Thema zusammenfasst bzw. Ergänzungen liefert. Hierbei handelt es sich um Kapitel aus fachrelevanten eBooks oder eigenen Transkriptionen. Einzelne Themenbereiche werden mit extra erstellten Screencasts unterstützt, welche die Beantwortung von Forschungsfragen mithilfe der Statistiksoftware SPSS demonstrieren. Lern- und Kontrollfragen können direkt am PC über den Lernfortschritt informieren.

 


Praxisbeispiel
Strategische und operative Erfolgsfaktoren der vhb-E-Learning-Kurse "E-Publishing-Management" und "Social-Media-Content"
(Prof. Dr. Judith Pies / Universität der Bundeswehr München)

 

Judith Pies leitet seit 2016 zusammen mit Prof. Dr. Thilo Büsching die beiden gleichnamigen vhb-Kurse. Sie vertritt eine Professur für Krisen- und Konfliktjournalismus und war zuvor als Online-Redakteurin tätig. Besonders geht sie in ihrem Vortrag

- auf die neue Rolle der Lernumgebungsentwickler,

- die Aufgabenstellungen,

- das Feedback zu Leistungsnachweisen

und die Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung der Lerninhalte ein. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen möchte sie in einer Blitz-Umfrage herausfinden, was die wichtigsten Punkte für die Erstellung und den Betrieb von E-Learning-Plattformen 2020 sein werden.

 


Praxisbeispiel
E-Learning in der Politikwissenschaft - Chancen, Probleme und Perspektiven
(Prof. Dr. Daniel Göler / Robert Lohmann / Lukas Zech / Universität Passau)

 

Online-Lehre ist nach dem neuesten CHE-Hochschulranking in der Politikwissenschaft bei Weitem nicht so verbreitet wie in anderen Fachbereichen. Zwar dominieren weiterhin in allen Fachbereichen klassische Lehrformate, doch fehlt es in der Politikwissenschaft vor allem an digitaler Interaktion, Videolernen oder bspw. Social-Media-Lernen, was wiederum Rückwirkungen auf den Kompetenzerwerb unserer Studierenden mit sich bringt (vgl. Lernen mit digitalen Medien aus Studierendenperspektive des „hochschulforums digitalisierung“; Arbeitspapier Nr. 17, März 2016). Das Defizit online-basierter Lehrangebote kann daher kommen, dass die Ziele politikwissenschaftlicher Didaktik vor allem die Vermittlung von Analyse- und Interpretationsfähigkeiten politischer Prozesse sind, für welche partizipative Lehrelemente von besonderer Bedeutung sind. Doch auch in E-Learning-Formaten können diese Ziele eingebunden und umgesetzt werden.

In diesem Kurzvortrag werden zwei ausgewählte E-Learning-Kurse vorgestellt, die an der Universität Passau durchgeführt werden. In einem ersten Teil wird dabei auf die Erstellung von Online-Lehrkonzepten und Erfahrungen mit der Online-Lehre eingegangen, in einem zweiten Teil werden aus den Erfahrungen gezogene Konsequenzen dargestellt und die didaktische Anpassung der Lehrangebote vorgestellt.

 


Praxisbeispiel
Teaching Art Historians Online (TAHO) - Online Assessments in der Kunstgeschichte
(PD Dr. Eva Wattolik / Dr. Bettina Keller / Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg)

 

Teaching Art Historians Online (TAHO) wurde 2013 am Institut für Kunstgeschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) mit einem Online-Tutorium begründet, für das, begleitend zu der Großveranstaltung Propädeutika – Ikonographie, Selbststudieneinheiten mit Fallbeispielen und Übungen zur Vertiefung des Lehrstoffs konzipiert wurden. Seitdem wurde das über die Lernplattform ILIAS bereitgestellte E-Learning-Angebot auf andere Grundlagenseminare des BA-Studiums Kunstgeschichte ausgeweitet (Einführung in die Kunstgeschichte, Geschichte der Bildenden Kunst des Mittelalters, Geschichte der Bildenden Kunst von der Renaissance bis zur Gegenwart und Geschichte der Architektur). Die nach dem Prinzip von freiwilligen Übungstests konzipierten Lerneinheiten enthalten verschiedene Fragetypen (z. B. Lückentexte, Multiple-Choice, Zuordnungsfragen) und fördern unterschiedliche Fachkompetenzen. Die Einbindung von Medien (Bilder, Videos, Grafiken) stärkt den Praxisbezug. Schon während der beliebig oft durchführbaren Testdurchläufe können die Studierenden im Test hinterlegte Rückmeldungen zu den eigenen Lösungen abrufen. Die virtuellen Lerneinheiten stehen außerdem als ein Baustein zur Vorbereitung auf eine den grundlegenden Lehrstoff vertiefende mündliche Prüfung im weiteren Studienverlauf zur Verfügung. Der Fragenpool umfasst derzeit insgesamt rund 660 Fragen, die auch modifiziert für E-Klausuren herangezogen werden können. Alle Evaluationen belegen die hohe Akzeptanz durch die Studierenden. Außerdem verbesserten sich die Prüfungsergebnisse deutlich: Von 2012 bis 2016 reduzierte sich die Durchfallquote von über 50 % auf ca. 15 %, der Notendurchschnitt verbesserte sich von 4,2 auf 2,8. Eine Weiterentwicklung der bestehenden Online-Angebote für die Virtuelle Hochschule Bayern ist geplant.

 


Praxisbeispiel
Digitales für Geisteswissenschaftler als Online-Kurs: Herausforderungen und Lösungsansätze
(Prof. Dr. Andreas Henrich / Otto-Friedrich-Universität Bamberg)

 

Im Kurs „Internet Computing für Geistes- und Sozialwissenschaften“ steht die Vermittlung der Grundlagen der Informatik mit einem Schwerpunkt auf dem Aufbau und der Funktionsweise des Internets für Anwendungsbereiche der Geistes- und Sozialwissenschaften im Mittelpunkt. Neben den in Online-Lerneinheiten vermittelten Vorlesungsinhalten umfasst der Kurs Übungen, die ebenfalls im Online-Kurs bearbeitet werden können.

Der Kurs setzt didaktisch auf Lernvideos, praktische Übungen und Onlinetests. Die besonderen Herausforderungen des Kurses ergeben sich dadurch, dass den Studierenden nicht nur fachfremde Inhalte vermittelt werden sollen, sondern dies auch gleich noch in einer für die Geisteswissenschaften sehr ungewohnten Form. Hier soll unter anderem durch ein umfassendes Betreuungskonzept und begleitende Tutorien vor Ort gegengesteuert werden. Die Tutorien vor Ort dienen dabei insbesondere auch dazu, schnell auf Probleme bei den Kursteilnehmenden aufmerksam zu werden. So profitieren (z. B. durch FAQ) auch die Kursteilnehmende an anderen Orten indirekt von den Tutorien.