Interaktion und Kommunikation in der Online-Lehre

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Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (Galgenbergstraße 32)

Galgenbergstraße 32

93053 Regensburg

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In seiner Keynote stellte der Ars Legendi-Preisträger Dr. Malte Persike (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) die Studie „Lernen mit Digitalen Medien aus Studierendenperspektive“ vor. Veröffentlicht im Rahmen des Hochschulforums Digitalisierung, ist es die erste Studie, die flächendeckend aufzeigt, welche digitalen Medien Studierende in Deutschland für ihr Studium nutzen. Hierfür konnte Mitautor Malte Persike Rückmeldungen von knapp 27.500 Studierenden aus 153 Hochschulen in 11 Fächern aus dem CHE Hochschulranking 2014/2015 auswerten.

Es folgten zwei parallele Workshop-Sessions zu den Themen „Lost in Space? – Begleitung und Betreuung von Lernenden in Online-Umgebungen“ und „Mit Peer-Feedback Dialog, Motivation und Lernerfolg in virtuellen Kursen fördern“ sowie „Gemeinsames Lernen online – mit Wikis und Co. unterstützen“ und „Lernen und Spaß dabei? Games, Gamification und Planspiele in der Online-Lehre“.

Eingebunden in die einzelnen Workshops waren praktische Arbeitsphasen, in denen das Gelernte auf konkrete Beispiele angewandt wurde und mögliche Einsatzszenarien für die eigene Online-Lehre entwickelt wurden. Darüber hinaus bestand ausreichend Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion an eigens eingerichteten Themeninseln.

Zielgruppe

Der Workshop richtete sich an alle Projekt- und Angebotsmitwirkenden der vhb sowie an Multiplikatoren für E-Learning an den vhb-Trägerhochschulen. Für diesen Personenkreis war die Teilnahme entgeltfrei.

Teilnahmebestätigung

Für die Teilnahme am Workshop konnte von der Virtuellen Hochschule Bayern eine Teilnahmebestätigung ausgestellt werden. Ob und in welchem Umfang die Teilnahme am Workshop im Rahmen von Fortbildungsprogrammen zur Professionalisierung der Lehre (z.B. Zertifikat Hochschullehre Bayern) anerkannt wird, liegt im Ermessen der zertifikatsausstellenden Institution. Bitte wenden Sie sich hierfür direkt an den/die zuständige/n Ansprechpartner/in an Ihrer Hochschule.

Programm

2016-11-11_Programm_Workshop_Interaktion_und_Kommunikation

Programmdetails

(Dr. Malte Persike / Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Es existiert kaum ein Bereich der Hochschullehre, der nicht durch die Digitalisierung berührt wird. Derzeit agieren Studierende wie auch Lehrende bei der Nutzung digitaler Medien häufig noch eher konservativ. Die private Nutzung digitaler Medien übersetzt sich nicht zwangsläufig in den Hochschulalltag, wo Studierende vor allem der Nutzung klassischer Lernmedien zuneigen. Moderne digitale Lehre wird von Studierenden vor allem dann angenommen, wenn Dozierende sie proaktiv einführen. Dort wo digitale Medien nicht nur einen fakultativen, sondern integralen Bestandteil des Lernprozesses ausmachen, ist die Verbreitung bereits heute hoch. Führt aber diese Verbreitung notwendigerweise zu besserer Lehre? Ein Blick in die Forschungslage zeigt, dass Digitalisierung mit Augenmaß und Konzept eingesetzt werden muss, um Lernwirksamkeit zu verbessern.

(Marion Meyerolbersleben / Institut für Lern-Innovation (ILI), Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg)

Seit dem Jahr 2000 können sich Studierende nach einer neuen Heimat außerhalb der gewohnten Erde umsehen. Um den nächsten bewohnbaren Planeten weiter zu kolonisieren, schickt die Virtual University Bavaria Force 2016 ein Team von innovativen Lehrenden mit dem Forschungsschiff nach Onlinus. Ob es wohl möglich ist, die Quote der Überlebenden in Zukunft zu steigern und die Anziehungskraft des Planeten zur Beschleunigung zu nutzen?

An Bord der Workshop 2016 schickt Major Olbi die Besatzung durch das Zeitportal für wenige Minuten in die Zukunft, um Möglichkeiten der Begleitung und Betreuung von Bewohnern auf dem neuen Planeten zu erfahren. Leider kann der Flug vorher nicht vollständig berechnet werden. Die Lehrenden landen in einem ihnen unbekannten Teil des Universums.

(Silvia Hartung / Universität der Bundeswehr München)

Feedback ist ein wichtiger Baustein von Lehr-Lernprozessen, da es Motivation und Lernerfolg maßgeblich beeinflussen kann. Auch und gerade in virtuellen Lehrveranstaltungen lohnt sich also die Überlegung, wie man Feedback in das didaktische Design integrieren kann. Nicht immer ist es dabei möglich oder sinnvoll, (allein) auf Feedback durch Lehrende zu setzen. Peer-Feedback, also eine Rückmeldung der Lernenden untereinander, kann eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative sein.

Der Workshop beginnt mit einem Impuls, in dem auf Basis der aktuellen Forschungslage die Hoffnungen und Herausforderungen beim Einsatz von Peer-Feedback vorgestellt werden. Wie z. B. sieht ein hochwertiges Peer-Feedback aus, das mehr ist als ein oberflächliches Lob oder Kritik? Anhand praktischer Beispiele wird zudem die breite Palette an Möglichkeiten aufgezeigt, wie Peer-Feedback in Veranstaltungskonzepte integriert und technisch umgesetzt werden kann.

Im zweiten Teil des Workshops widmen wir uns in Kleingruppenarbeit und einer Plenumsdiskussion der Frage, inwiefern Peer-Feedback in die eigenen Lehrveranstaltungen der Teilnehmer eingebunden werden kann.

(Gisela Prey / E-Learning Center, Hochschule für angewandte Wissenschaften München)

Wikis und Co. werden immer häufiger für neue Formen des partizipativen, kollaborativen Arbeitens genutzt: gemeinsam Ideen sammeln, online Aufgaben besprechen oder Inhalte erstellen und diskutieren. Der Einsatz dieser Medien eignet sich für ein aktives Online-Lernen in Gruppen und den Austausch außerhalb der Präsenzveranstaltung.

Im Workshop lernen Sie verschiedene Werkzeuge kennen. Anhand konkreter Beispiele erhalten Sie Einblicke in verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Darüber hinaus haben Sie während der Arbeitsphase Gelegenheit, Einsatzszenarien für Ihre Online-Lehre zu entwickeln.

(Dr. Matthias Baume / Medienzentrum, Technische Universität München)

Spaß und Motivation beim Lernen von scheinbar „trockenen“ Unterrichtsinhalten? Eine Vorstellung, die insbesondere beim Online-Lernen häufig nicht ohne weiteres gelingt. Dabei kann die Anreicherung mit Spielelementen oder einem spielerischen Rahmen viele positive Effekte für Lernszenarien bewirken, die Intensität der Auseinandersetzung mit dem Lernstoff erhöhen oder die praktische Anschauung verbessern. Der Begriff „Gamification“ wird in diesem Zusammenhang immer wieder genannt, aber auch andere Arten von spielerischem Lernen, wie Simulationen oder Planspiele, eröffnen ein großes Potenzial für die Lehre.

Der Workshop liefert Grundlagen zu Spielen und spielerischem Lernen und zeigt mit Hilfe konkreter Beispiele verschiedene Möglichkeiten auf, wie der Einsatz von Lernspielen bei unterschiedlichen Unterrichtsinhalten zu aktiverem und motivierterem Lernen führen kann.

Kontakt

Haben Sie Fragen zur Teilnahme, Anmeldung, Anreise?

Dann wenden Sie sich bitte an: 

Christina Suchi
christina.suchi(at)vhb.org 
Tel. +49 951 863 3817

Oder senden Sie uns eine E-Mail über unser Kontaktformular.

 

Postanschrift:
Virtuelle Hochschule Bayern – Geschäftsstelle –
Luitpoldstraße 5 · 96052 Bamberg · Fax. +49 951 863-3805